Blatt im Wind

blatt im wind by marit beer

Lass mich das Pochen deines Herzens spüren,
dass ich nicht höre, wie das meine schlägt.
Tu vor mir auf all die geheimen Türen,
da sich ein Riegel vor die meinen legt.

Ich kann es, Liebster, nicht im Wort bekennen
und meine Tränen bleiben ungeweint,
Die Macht, die uns von Anbeginn vereint,
wird uns am letzten aller Tage trennen.

All meinen Schmerz ertränke ich in Küssen.
All mein Geheimnis trag ich wie ein Kind.
Ich bin ein Blatt, zu früh vom Baum gerissen.

Ob alle Liebenden so einsam sind?

Mascha Kaléko

muscheln by marit beer

….

und eine wunderschöne Vertonung des Gedichts:

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