Gedanken zur Öffentlichkeit des eigenen Schaffens

Ich bin an einem Punkt, da frage ich mich ernsthaft, was das alles noch soll. Was bringt mich dazu meine Gedanken photographisch zu teilen? Was bringt es mir im Vergleich zu Anderen. Menschen verdienen mit Fotos Geld. Sie fotografieren Kleidung, die verkauft werden soll, sie fotografieren ein Lebensgefühl, das andere animieren soll ebenfalls etwas zu kaufen. Was machen meine Fotos in diesem Rinnsal? Welche Bedeutung haben sie für die, die ich fotografiere, für die, die es sich anschauen und letztendlich für mich?

Ich bin ernsthaft an einem Punkt, an dem ich mich frage, ob mir die nicht Öffentlichkeit besser täte, ob sie mich „besser“ macht, ob sie mich mehr auf das schauen lässt, was mich interessiert. Nämlich der Mensch vor mir und seine Innenwelten, die ich ja eh immer nur schemenhaft wahrnehmen kann.

Momentan lasse ich die Leser und Schauer an meinem Schaffen teilhaben. Sie sehen wie ich arbeite, sie sehen mit wem ich arbeite und was wir aufzeichnen. Aber welchen Nutzen hat das für uns alle überhaupt? Geht es mir um Bekanntheit, um ein Wahrgenommen werden? Wenn es das wäre, was ich nicht völlig ausschließen möchte, dann wäre meine Entscheidung ziemlich klar.

Dient es mir aber auch als Notizbuch? Als Festhalten und sichtbar machen von einem Zustand, dann hätte es wieder einen Sinn für mich. Aber welchen Sinn siehst du darin, hier bei mir, Bilder zu betrachten. Was bringt es dir, macht es dich glücklicher, anders, besser? Bringt es dich auf Gedanken, fangen wir an miteinander zu kommunizieren, weil diese Bilder plötzlich exisiteren?

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