Selbstbildnis

Natürlich ist es nicht das erste Mal, dass ich eine Kamera auf mich gehalten habe. Aber es ist das erste Mal, das ich eine Kamera mit Film vor mich aufstellte, mich positionierte in der Hoffnung, ein gutes Bild abzugeben.

Das Licht ist fahlgrau, der Film ein abgelaufener Iso 100. Die Zeit geschätzt. Ich bin kritisch. Wer bin ich, dass ich nun selbst hier stehe und mich aufzeichne.

Mein Rücken schützt mich und doch bin ich neugierig.

Ich projeziere in meinen Bildern Anderer immer mich in sie hinein. Ich nutze sie als Leinwand für meine Träume, für Morbides, Düsteres, Seltsames und versuche doch gleichzeitig auch Ihnen gerecht zu werden.

Nun stehe ich selbst hier. Schiebe und puste die Schicht aus Unwirklichkeit ein bisschen zur Seite und gehe auf Erforschungstour nach mir und mit mir Selbst.

moi

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