Geisterwald

Am Wochenende waren wir im Wald, sassen in einem hübschen rotgestrichenen Häuschen mit alten Fenstern, durch die der Wind im Winter sicher nur so durch pfeift. Aber zum Glück war Herbst und wir konnten von unserem Balkon aus sehen, wie der Wind die Blätter von den Bäumen fegte. Alles war ein bisschen unwirklich, vielleicht lag es ja daran, dass wir fast alle Stadtmenschen sind und die Natur lediglich am Wochenende besuchten. Aber in den Wipfeln der Bäume lag ein Versprechen.

So gingen wir hinaus, suchten schöne Stellen abseits der Wege und fanden sie. Schlammdurchwirkte Blätterwege, alte kauzige Bäume, Stämme so breit das wir Drei nicht ausreichten um sie zu umfangen. Und dann geschah es, wir entdeckten etwas im Wald. Es versteckte sich hinter dem Dreiergestirn, die weiße Hand floss aus dem Dunkel des Holzes..

Wir nannen es „ai“.

geisterwald

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