Früher versteckte ich mich viel. Nicht um gefunden zu werden, sondern um nicht gesehen zu werden. Heute ist das manchmal auch noch so. Es überkommen einen komische Gefühle als Kind, wenn man nur Beobachter ist, von Natur, von Menschen, den Eltern, dem Bruder. Und ab irgendeinem Punkt fühlt man sich von allem abgeschnitten. Da braucht es dann wieder Jahrzehnte bis man sich im Fluss fühlt, Menschen trifft, redet, versteht. Wenn man lernt, in sie reinzusehen, dann hört das Fremdheitsgefühl ein wenig auf und öffnet sich einem anderen. Aber am Wunsch sich zu verstecken hat sich bis heute nicht allzuviel verändert. Noch immer bin ich lieber irgendwo hinter mir und deswegen mag ich es auch so, die Menschen, die zu mir kommen vor mir zu verstecken und sie dabei ein bisschen zu finden.

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