die alte Stadt

Und als ich schlief, pickten scharfe Schnäbel im Unrat der Stadt, wirbelten geronnene und auf die Strasse geschüttete Flüssigkeiten in die Luft, vermischt mit den Ausdünstungen der alten Markthalle des VII. Bezirks -Erzsébetváros-. (Fragmente aus Erinnerungen an Budapest)

Es gibt Städte, die haben viel gemeinsam. Es sind nicht die Sehenswürdigkeiten in den Reiseführern oder die alten schweren Brücken über den Flußläufen. Es ist das sichtbare Altern und Altern dürfen von Gebäuden, Strassen und Menschen. Es ist das Sichtbare sich dem Tode nähernde, dem Anfang und Ende, das Dazwischen. Wir nennen es Leben und in vielen Städten wird das nahende Ende aufgehübscht, mit Farbe bemalt oder sogar abgerissen und neu gebaut. Aber das Altern ist wichtig. Es gibt mir ein Gefühl von Sicherheit, von Lebensfluss und vom Dasein dürfen.

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