ehrlich

Wenn man als Fotograf etwas festhalten möchte, jenes das nur im Kopf des Fotografen bis dahin existierte, dann ist der Fotograf in einem Regisseur. Ich war immer tief deprimiert wenn ich über die Arbeitsweise anderer Fotografen, die ich für ihre Bilder sehr bewunderte, las. Da schien es sehr einfach die Natürlichkeit eines Menschen, seine Innenwelt, seine Poesie, seine Leidenschaft mit dem Auslöser seiner Kamera festzuhalten. Deprimiert war ich aber nur bis zu diesem Bild. Als der Film entwickelt war und das Negativ zum Positiv wurde war ich doch ziemlich baff. Ich versprach mir nicht soviel von dem Film. War es doch am Anfang unseres eigentlichen Shootings. Ein paar Minuten am Fenster gesessen, ein bisschen unterhalten, das Licht getestet, gelacht und Annes Locken bewundert. Das Resultat war niederschmetternd ehrlich. Ja, ich benutze das Wort ehrlich weil ich nichts anderes empfinde wenn ich die Bilder betrachte. (Das Bild aus dem Post darunter ist vom gleichen Film und ebenso nah).

Advertisements